Projekt: Hanomag Areal „U-Boot Halle“

Baumaßnahme:

Hanomag Areal
„U-Boot Halle“ , Elfriede-Paul-Allee 4

Bauort:

Hannover Linden, Elfriede-Paul-Allee 4

Zeitraum der Bearbeitung:

2009 bis Anfang 2013

Art der geleisteten Arbeit:

Aufstellen der statischen Berechnung, Erstellung der Ausführungsplanung. Zusätzlich wurden die Umbauarbeiten auf der Baustelle intensiv statisch betreut.

Kurzbeschreibung der Konstruktion:

Die „U-Boothalle“ auf dem Hanomaggelände wurde ca. 1939-40 als Produktionshalle für die Rüstungsindustrie mit schwerem Verkehr einschließlich Kranbahnen errichtet. Ursprünglich war sie für einen küstennahen. Standort (Wilhelmshaven) als Schiffsbauhalle geplant. (daher der Name „U-Boothalle“) Sie ist ca. 185 m lang und 108 m breit. Die Höhe beträgt bis zu 26,5 Meter. Die Halle wurde als dreischiffige, genietete Stahlrahmenkonstruktion auf Einzelfundamenten errichtet. Die Außenwände der Längsseiten bestehen aus einer Stahlfachwerkkonstruktion mit Mauerwerksausfachung und vorgesetzter Klinkerschale. Im Bereich der Giebel wurde das Mauerwerk in gesamter Stärke vor Stahlaussteifungsstützen mit Querriegeln gestellt. Die Außenwände wurden auf Streifenfundamenten gegründet. Statische Unterlagen zu der bestehenden Konstruktion waren zum Zeitpunkt der Baumaßnahme beim Bauherren und dem Bauamt nicht vorhanden. In die U-Boot-Halle wurden in 3 Abschnitten Verkaufsstätte eingebaut. Die im Zuge der Umnutzung vorgenommenen Baumaßnahmen wurden, um den Charakter der denkmalgeschützten Halle zu erhalten, in den Raum gestellt Folgende statisch relevante Baumaßnahmen wurden durchgeführt:

  • Einbau von massiven Technik-, Büro- und Sozialbereichen zum Teil zweigeschossig.
  • Einbau eines ca. 60 m langen Fluchttunnels mit Unterquerung einer Außenwand.
  • Einbau von neuen Haupteingängen zum Teil mit massiven Flachdecken.
  • Erstellung von neuen Trennwänden zwischen den einzelnen Mietbereichen mit einer Höhe von bis zu 25,5 m Höhe und Brandschutzanforderungen.
  • Neubau von Vordächern über den Anlieferungen.
  • Um- und Neubauten von diversen Tür- und Fensteröffnungen in den bestehenden Außenwänden.

Die Umbaumaßnahmen wurden im Bereich der Neugründungen durch diverse vorhandene unterirdische Einbauten wie Bunker, Installationskanäle und Schächte behindert.